Eigene Texte sind meist Mist

pisamüllcontainer

„So wie Universität generell dazu da sein sollte, Gedankenresultate zu verhindern – denn das ist Bildung in der Praxis: das Wissen, dass es nicht reicht, sich selber ein bisschen was auszudenken, zu erfahren, zu respektieren und sich davon einschüchtern zu lassen –, so sollte es Aufgabe dieser Poetikdozentur sein, das Entstehen von Texten zu verhindern. Vielleicht kann man in manchen Fällen sogar Gründe dafür finden, aber auch diese Gründe sind eigentlich uninteressant. Interessant ist: Die meisten Texte sind Mist. In allererster Linie natürlich gerade die vor einem selbst entstehenden eigenen Texte. Fast immer Mist. Schlecht. Schwach. Unbrauchbar. Warum? Ich weiß es nicht.“

Rainald Goetz in seiner Antrittsvorlesung „Leben & Schreiben – Der Existenzauftrag der Schrift“ im Rahmen der „Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik“ an der Freien Universität Berlin.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s