Archiv der Kategorie: Blog

Steckerzieher

Immer die gleichen drei Dinge, die mir den Stecker ziehen: die Freundlichkeit der Welt, die Schönheit der Natur, kleine Kinder.“

[Wolfgang Herrndorf, Arbeit & Struktur, S. 94]

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Loslassen & Lesen

 

Nicht seine Absicht bestimmte das Geschehen, er brauchte keine Entscheidungen zu treffen. Das erleichterte ihn auf eine Weise. Er war da. Mehr brauchte er nicht zu tun, und er verstand, warum darin das Glück lag. Er war vereint mit seinem Atem, denn schnell hatte er bemerkt, wie wenig hilfreich es war, sich aufzuregen, sich Sorgen zu machen, weiter als an den nächsten Schritt zu denken. All dies hinderte ihn daran, im Moment aufzugehen. Und er sah, was er noch nie gesehen hatte. Die Welt voller Zeichen, die er lesen konnte.“

aus: Lukas Bärfuss: Hagard

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Betrinktempo

 

„Das Leben ist kurz; wer sich betrinken will, hat keine Zeit zu verlieren.“

[Arno Schmidt: Kühe in Halbtrauer]

 

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Bin ein Schreiberling

Einer der Höhepunkte auf der Buchmesse: Peter Wawerzinek in Aktion – lesend, labernd, gestikulierend. Ein goldiges Original, gefüllt mit Witz, Verve und Poesie. „Bin ein Schreiberling“ – so der programmatische Titel seines neuen Buchs. Und was für einer!

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Nein danke, ich lese nicht

Schönster Satz, direkt nach der Ankunft in Leipzig – vor dem Bahnhof, wo eine Studentin kostenlos Bücher verteilt, antwortet ein Mann auf das Angebot: „Nein danke, ich lese nicht!“

Klare Ansage und ein feiner Auftakt zur Buchmesse. Erinnere mich, dass Clemens Meyer bei einer Lesung genau so eine Szene geschildert hat, als er über Leipzig geredet hat. Da kam gleich Vorfreude auf.

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Leipziger Literaturüberdosis

Bücher. Bücher. Bücher. Vermutlich viel zu viele. Und ohne Ende Menschen, die schreiben, lesen, vorlesen, blättern, rumstehen, zuhören, Kuchen essen, Fragen stellen, Kostüme tragen, einem auf die Füße treten, Werbung machen, konsumieren, dumm aus der Wäsche gucken, Zeitungen und Bücher verschenken oder einfach nur in Leipzig auf der Buchmesse sind – warum auch immer …

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Lehmanns Lebensinhalt

herr-lehmann

„Moment mal“, sagte Herr Lehmann. „Was soll das heißen, Lebensinhalt? Lebensinhalt ist doch ein total schwachsinniger Begriff. Was willst du damit sagen, Lebensinhalt? Was ist der Inhalt eines Lebens? Ist das Leben ein Glas oder eine Flasche oder ein Eimer, irgendein Behälter, in den man was hineinfüllt, etwas hineinfüllen muß sogar, denn irgendwie scheint sich ja die ganze Welt einig zu sein, daß man so etwas wie einen Lebensinhalt unbedingt braucht. Ist das Leben so? Nur ein Behältnis für was anderes? Ein Faß vielleicht? Oder eine Kotztüte?“

Sven Regener, Herr Lehmann

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