Schlagwort-Archive: Schweizer Buchpreis

18 – Männerreigen im Plauderton

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Monique Schwitter blickt auf ihre Lebensabschnittsgefährten zurück

Beim Prokrastinieren werden manchmal aufwühlende Erkenntnisse ins Bewusstsein geschwemmt. Diese Erfahrung macht die Protagonistin in Monique Schwitters Roman „Eins im Andern“, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand und jüngst mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet worden ist. Die namenlose Icherzählerin – die ebenso wie die 1972 in Zürich geborene Schwitter, einst Regie studiert hat, inzwischen jedoch als Schriftstellerin in Hamburg lebt – sitzt am Freitagabend, nachdem sie ihre zwei Kinder ins Bett gebracht hat, vor ihrem Computer, um an einem Text zu arbeiten; doch die endlosen Weiten des Internets locken und die Autorin lässt sich locken, tippt den Namen ihrer ersten großen Liebe in das dafür vorgesehene Feld der Suchmaschine ein und erfährt, dass Petrus (so sein Name) sich vor knapp fünf Jahren aus dem achten Stock in den Tod gestürzt hat.

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11 – Unterkühlter Abschied von der Zivilisation

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Heinz Helle schickt eine Männerclique in eine postapokalyptische Landschaft

Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ – das ist der kuriose Titel von Heinz Helles exzellentem Debüt, dem 2014 sogleich der Sprung auf die Shortlist des Schweizer Buchpreises gelang. In diesem Jahr legte der 37-Jährige rasch mit einem zweiten Kurzroman nach, der es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises schaffte und ebenfalls mit einem originellen Titel aufwartet: „Eigentlich müssten wir tanzen“. Während Helle in seinem Erstling mit einem eigenwilligen Sound von einem Philosophie-Doktoranden erzählt, der in New York mit seinen Gedanken und seiner Liebesunfähigkeit ringt, rückt er dieses Mal eine Männerclique ins Zentrum seiner Geschichte.

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