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NEO – Magazin für urbanes Leben

 

„Bremens größter Stadtteil, die Neustadt, wird zu einem Ort, in dem das Leben tief durchatmet. Ideen sprießen, neue Läden, Bars und Restaurants eröffnen, und der Stadtteil wird zum urbanen Raum. Die unterschiedlichsten Menschen suchen ihr Glück links der Weser. Die Gentrifizierung schreitet voran. Noch nimmt die Subkultur sich ihren Raum. Manche befürchten, dass Alteingesessene durch erhöhte Mieten verdrängt werden könnten – andere hoffen auf ein harmonisches Zusammenleben und schaffen soziale Räume.

Dies ist NEO. NEO ist neu, frisch, aber auch ungewöhnlich und vielseitig. NEO will die Entwicklung der Neustadt zum Schauplatz urbanen Lebens als Verstärker begleiten. NEO will Kultur unterstützen, will bewegen und Geschichten erzählen, möchte Menschen und Projekte vorstellen mit Ideen für den Stadtteil. NEO mag Musik, Theater, Literatur und Kunst. Unser Magazin verbindet Zeitgeist mit Zeitlosigkeit, Punk mit Straßenrap, Pop mit Literatur und ein stilvolles Design mit hochwertigen Texten, Fotos und Illustrationen. Alles links der Weser. In dieser ersten Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Machen, Sehen, Hören, Gucken, Genießen, Treffen, Kennenlernen und Träumen der Neustadtmenschen.“

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Unreparierbare Jahressplitter – XI

Eine Schnipsel-Melange – November

Heimweg – Satzwürmer im Kopf

Heute Abend erst in einer Kneipe einen Essay von Bärfuss gelesen und dann auf einer Art Party gewesen. Beim Lesen in der Kneipe musste ich zwischendurch mehrmals an einen Wolfgang Herrndorf-Text über Scham und Ekel denken*, auf der Irgendwie-so-etwas-wie-eine-Party ständig an den Essay von Bärfuss**. Zwischendurch habe ich mich in Konversation versucht, an Salzstangen geknabbert und Rotwein getrunken.

Nun, weit nach Mitternacht, bin ich auf dem Heimweg, überquere die Weser und schalte die Aufnahmefunktion ein: Das gedämmte Licht im Papp, in dem sich eine Handvoll Silhouetten hinter der Schaufensterscheibe abzeichnen; sieben oder acht Raucher vorm Panama, zwei Weintrinker am Tresen im Charlotte Gainsbourg; ein Dutzend Modernes-Gäste im Dönereck; die Leute vom Kukoon, die am Tresen stehen und mir zuwinken, als ich beim Vorbeispazieren einen Blick durch die Scheibe werfe; der menschenleere Buntentorsteinweg; das im Dunkeln schlummernde Radieschen; das Licht im Filosofen, das die unbesetzten Stühle betont; zwei Männer, die auf der Schwankhallenseite im Haltestellen-Unterstand auf der Bank nebeneinander vor sich hinschlummern; eine Gruppe Studenten, die vor Annas Welt auf dem Bürgersteig hocken und Bier aus Flaschen trinken; die Straßenbahn, die Richtung Arsten an mir vorüberrauscht; ein Mann, der im Kuß Rosa mit einem Glas Wein und einem Buch vor sich allein am Fenster sitzt, und eine Frau, die ein paar Meter hinter ihm am Kickertisch jubelnd ihre Arme in die Höhe reißt …

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