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NEO – Magazin für urbanes Leben

 

„Bremens größter Stadtteil, die Neustadt, wird zu einem Ort, in dem das Leben tief durchatmet. Ideen sprießen, neue Läden, Bars und Restaurants eröffnen, und der Stadtteil wird zum urbanen Raum. Die unterschiedlichsten Menschen suchen ihr Glück links der Weser. Die Gentrifizierung schreitet voran. Noch nimmt die Subkultur sich ihren Raum. Manche befürchten, dass Alteingesessene durch erhöhte Mieten verdrängt werden könnten – andere hoffen auf ein harmonisches Zusammenleben und schaffen soziale Räume.

Dies ist NEO. NEO ist neu, frisch, aber auch ungewöhnlich und vielseitig. NEO will die Entwicklung der Neustadt zum Schauplatz urbanen Lebens als Verstärker begleiten. NEO will Kultur unterstützen, will bewegen und Geschichten erzählen, möchte Menschen und Projekte vorstellen mit Ideen für den Stadtteil. NEO mag Musik, Theater, Literatur und Kunst. Unser Magazin verbindet Zeitgeist mit Zeitlosigkeit, Punk mit Straßenrap, Pop mit Literatur und ein stilvolles Design mit hochwertigen Texten, Fotos und Illustrationen. Alles links der Weser. In dieser ersten Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Machen, Sehen, Hören, Gucken, Genießen, Treffen, Kennenlernen und Träumen der Neustadtmenschen.“

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Schnaps gegen Kafka

 

„Schnaps gegen Kafka“ ist ein Text, den ich für den 1. Teil der Lesereihe „Kafka in der Arschtasche“ geschrieben und bei der 5. Ausgabe noch einmal in einer überarbeiteten Version gelesen habe.

Viel Spaß beim Hören & nicht vergessen: Erzähler & Autor sind natürlich nicht identisch:-)

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Schlummern im Karton

Regents Channel

Endlose Vorfrühjahrsmüdigkeit, die schon abends um sechs an mir zerrt, mich versinken lässt im weichen Polster eines alten Sessels im Karton, wo ich auf dem Podest, das bei Veranstaltungen als Bühne dient, in der Ecke neben einer großblättrigen Pflanze sitze, deren Namen ich nicht kenne. Zusammen spiegeln wir uns in der großen Scheibe, hinter der der dunkle, frostige Februar lauert, der den kompletten Tag über die Sonne vor uns versteckt hat. In der Spiegelung sehe ich das, was die Passanten auf dem Deich sehen, wenn sie aus dem Abenddunkel in den Karton schauen – ein Ich auf einem Sessel unter den Blättern einer mannshohen Zimmerpflanze, ein Ich mit einem Buch auf dem Schoß und einem Bleistift in der rechten Hand, der immer mal wieder zu Boden fällt, wenn das schläfrige Ich beim Lesen wegdämmert. Ich hingegen erkenne hinter meinem Spiegelbild nur die Silhouetten der Passanten, die Fenster der erleuchteten Büros im Betonklotz gegenüber und die Reflexionen auf dem zittrigen Weserwasser, das nach Bremerhaven fließt. Was will das Wasser eigentlich in Bremerhaven, frage ich mich, ist das ein Sehnsuchtsort oder ein Schicksal für die einzelnen Tropfen, und warum war ich noch nie im Bremerhavener Zoo, obwohl Heinz Sielmann einer meiner Kindheitshelden war, und wieso liegt mein Bleistift schon wieder auf dem Teppich? Ich glaube, es wird Zeit für eine zweite Dosis Koffein, also winke ich der Bedienung zu, und die Bedienung winkt zurück …

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