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Speedbooking-Auktion

Hochgeschwindigkeitsbuchvorstellung mit Soli-Auktion & -Verlosung

In den vergangenen Jahren sind einige Bücher zusammengekommen, die ich im Rahmen von Rezensionen, Moderationen und Vorträgen gelesen, besprochen und vorgestellt habe. 50 davon will ich am 28. September ab 20 Uhr im Bremer Kukoon in Hochgeschwindigkeit vorstellen und versteigern.

Das heißt: Ich werde im Schnitt maximal zwei Minuten pro Buchvorstellung haben und jedes Buch anschließend direkt an den Meistbietenden abgeben. Mal schauen, ob das klappt (das Ganze ist eine Premiere) und ob sich genügend Leute einfinden, die bereit sind, Bücher zu ersteigern. Es wäre natürlich schön, wenn viele Leute kommen, denn 50 Bücher an 15 Leute zu versteigern, dürfte vermutlich schwierig werden. Also, kommt zahlreich vorbei – es werden viele famose und gut erhaltene Bücher (in erster Linie Hardcover) unter den Hammer kommen, die in den vergangenen fünf, sechs Jahren erschienen sind.

Alle Einnahmen aus der Auktion fließen als Spende ans Kukoon, um das Kollektiv, das den Laden gekauft und renoviert hat, finanziell zu unterstützen. Gleiches gilt für die Einnahmen aus der Verlosung, bei der 70 – 80 weitere Bücher aus meinem Fundus verlost werden (es gibt keine Nieten, aber dafür vielleicht das eine oder andere Buch, das man unauffällig in die Tasche seines Sitznachbarn gleiten lassen möchte – aber ganz sicher auch viele hauptgewinnmäßige Bücher).

Also, kommt vorbei und bietet mit … 3-2-1…

Der Eintritt ist frei.

Kukoon, Buntentorsteinweg 29, Freitag 28.9., Beginn: 20 Uhr

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tod.tschick.herrndorf

LESUNG & VORTRAG

23. August 2018 ab 19:30 Uhr im Kukoon

Auch in diesem Jahr erinnere ich mit der Veranstaltung „tod.tschick.herrndorf“ im Kukoon an den Schriftsteller und Maler Wolfgang Herrndorf, der vor allem durch seinen Jugendroman „Tschick“ zum Kultautor geworden ist und sich am 26. August 2013 erschossen hat.

Als Herrndorf 2010 mit „Tschick“ der Durchbruch als Schriftsteller gelingt, leidet er bereits unter einem Gehirntumor. Er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat, und stürzt sich in die Arbeit. Neben „Tschick“ vollendet er innerhalb weniger Monate den Agententhriller „Sand“ und arbeitet an einer Art Fortsetzung zu „Tschick“, die 2014 (als unvollendeter Roman) unter dem Titel „Bilder deiner großen Liebe“ erscheint.

Darüber hinaus beschreibt Herrndorf seinen Alltag mit dem Tumor in seinem Online-Tagebuch „Arbeit & Struktur“, das im Herbst 2013 auch in gedruckter Form veröffentlicht wird. Der Autor selbst lebt zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr: Nachdem die Krankheit immer weiter vorangeschritten war, hatte sich der 48-Jährige am 26. August 2013 am Ufer des Berliner Hohenzollernkanals erschossen.

Das Werk von Herrndorf lebt indessen munter weiter, allen voran der Roman „Tschick“, der inzwischen nicht nur Schulstoff ist, sondern in einer Theaterfassung zu den meistgespielten Stücken auf deutschen Bühnen gehört und darüber hinaus von Fatih Akin fürs Kinos verfilmt wurde.

Grund genug, um an Wolfgang Herrndorf zu erinnern. Daher werde ich Auszüge aus seinen Büchern lesen, Videos einspielen, Bilder einblenden und einiges zu Leben und Werk des viel zu früh verstorbenen Schriftstellers erzählen. Dabei werde ich auch auf die Bilder und Zeichnungen eingehen, die Herrndorf hinterlassen hat und die mittlerweile auf Ausstellungen zu sehen sind. Und natürlich wird auch Musik zu hören sein, die im Herrndorf-Kosmos eine Rolle spielt.

Do 23. 8. um 19:30 Uhr im Kukoon, Buntentorsteinweg 29, Bremen

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NEO – Magazin für urbanes Leben

 

„Bremens größter Stadtteil, die Neustadt, wird zu einem Ort, in dem das Leben tief durchatmet. Ideen sprießen, neue Läden, Bars und Restaurants eröffnen, und der Stadtteil wird zum urbanen Raum. Die unterschiedlichsten Menschen suchen ihr Glück links der Weser. Die Gentrifizierung schreitet voran. Noch nimmt die Subkultur sich ihren Raum. Manche befürchten, dass Alteingesessene durch erhöhte Mieten verdrängt werden könnten – andere hoffen auf ein harmonisches Zusammenleben und schaffen soziale Räume.

Dies ist NEO. NEO ist neu, frisch, aber auch ungewöhnlich und vielseitig. NEO will die Entwicklung der Neustadt zum Schauplatz urbanen Lebens als Verstärker begleiten. NEO will Kultur unterstützen, will bewegen und Geschichten erzählen, möchte Menschen und Projekte vorstellen mit Ideen für den Stadtteil. NEO mag Musik, Theater, Literatur und Kunst. Unser Magazin verbindet Zeitgeist mit Zeitlosigkeit, Punk mit Straßenrap, Pop mit Literatur und ein stilvolles Design mit hochwertigen Texten, Fotos und Illustrationen. Alles links der Weser. In dieser ersten Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Machen, Sehen, Hören, Gucken, Genießen, Treffen, Kennenlernen und Träumen der Neustadtmenschen.“

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Unreparierbare Jahressplitter – XI

Eine Schnipsel-Melange – November

Heimweg – Satzwürmer im Kopf

Heute Abend erst in einer Kneipe einen Essay von Bärfuss gelesen und dann auf einer Art Party gewesen. Beim Lesen in der Kneipe musste ich zwischendurch mehrmals an einen Wolfgang Herrndorf-Text über Scham und Ekel denken*, auf der Irgendwie-so-etwas-wie-eine-Party ständig an den Essay von Bärfuss**. Zwischendurch habe ich mich in Konversation versucht, an Salzstangen geknabbert und Rotwein getrunken.

Nun, weit nach Mitternacht, bin ich auf dem Heimweg, überquere die Weser und schalte die Aufnahmefunktion ein: Das gedämmte Licht im Papp, in dem sich eine Handvoll Silhouetten hinter der Schaufensterscheibe abzeichnen; sieben oder acht Raucher vorm Panama, zwei Weintrinker am Tresen im Charlotte Gainsbourg; ein Dutzend Modernes-Gäste im Dönereck; die Leute vom Kukoon, die am Tresen stehen und mir zuwinken, als ich beim Vorbeispazieren einen Blick durch die Scheibe werfe; der menschenleere Buntentorsteinweg; das im Dunkeln schlummernde Radieschen; das Licht im Filosofen, das die unbesetzten Stühle betont; zwei Männer, die auf der Schwankhallenseite im Haltestellen-Unterstand auf der Bank nebeneinander vor sich hinschlummern; eine Gruppe Studenten, die vor Annas Welt auf dem Bürgersteig hocken und Bier aus Flaschen trinken; die Straßenbahn, die Richtung Arsten an mir vorüberrauscht; ein Mann, der im Kuß Rosa mit einem Glas Wein und einem Buch vor sich allein am Fenster sitzt, und eine Frau, die ein paar Meter hinter ihm am Kickertisch jubelnd ihre Arme in die Höhe reißt …

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Unreparierbare Jahressplitter – I

Eine Schnipsel-Melange – Januar

Offene Bühne – Unterhaltung vor dem Untergang

Am Anfang war die Apokalypse. Kann man ein Jahr so eröffnen? Mit Texten zum Weltuntergang? Texte, die ihn heraufbeschwören, feiern, ausmalen oder sich über ihn lustig machen?

Man kann. Man kann es zumindest versuchen – vor allem, wenn zufälligerweise genau an jenem Tag ein Donald als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wird. Wann, wenn nicht jetzt!

Die Bühne im Kukoon steht allen offen – genau genommen 13 Autorinnen und Autoren, die sich rechtzeitig anmelden. Ein bärtiger Herr tritt eine Dreiviertelstunde vor Veranstaltungsbeginn auf mich zu, ein handgroßes Holzkreuz ziert seine Brust.

Er wolle sich für die Offene Bühne anmelden.

Ja, gern, sage ich und frage ihn, was er denn lesen wolle?

Einen Auszug aus der Offenbarung des Johannes.

Hm. Das haben Sie vermutlich nicht selbst geschrieben, oder?

Nein!, sagt er, das sei das Wort Gottes.

Ja eben, sage ich.

Wie jetzt?, fragt er.

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Elements of Lehmann

Ein Sven-Regener-Abend mit Texten & Songs des Autors

23. November 2017 um 19.30 Uhr

im Kukoon (Bremen-Neustadt)

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tod.tschick.herrndorf

Zum vierjährigen Todestag von Wolfgang Herrndorf erinnere ich am 25. 8. mit Vortrag & Lesung im Bremer Kukoon an den Maler & Schriftsteller, der vor allem durch seinen Jugendroman „Tschick“ zum Kultautor geworden ist.

Als Herrndorf 2010 mit „Tschick“ der Durchbruch als Schriftsteller gelingt, leidet er bereits unter einem Gehirntumor. Er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat, und stürzt sich in die Arbeit. Neben „Tschick“ vollendet er innerhalb weniger Monate den Agententhriller „Sand“ und arbeitet an einer Fortsetzung zu „Tschick“, die 2014 (als unvollendeter Roman) unter dem Titel „Bilder deiner großen Liebe“ erscheint.

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