Schlagwort-Archive: Insel

Rosé-Champagner ohne Schoko in der Strandmuschel (furchtbar angenehm)*

strandmitsteinen

Der Koch kann gehen“, sagt die ältere Dame vom Nebentisch in der Strandmuschel zum Kellner, der mir just meinen Cappuccino zusammen mit einem kolossalen Stück Apfelkuchen serviert hat.

Wieso?“

Die Nudeln müssen al dente sein! Diese hier waren furchtbar klebrig.“

Sei´s drum, sie hätte nun gern eine Mousse au Chocolat. Es tue ihm leid, das hätten sie leider nicht da, sagt der junge Mann und zählt auf, was er ihr stattdessen bringen könne; und während er die Namen allerlei Desserts nennt, nippe ich an meinem Cappuccino und schaue aus dem Restaurant über die Dünen und den Strand von Sylt hinaus aufs Meer, in dem die Sonne gemächlich versinkt.

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Monolog des Flaneurs

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Ulrich Schacht blickt beim Insel-Spaziergang zurück

Ein Endfünfziger unternimmt einen Tagesausflug von Reykjavik zu der winzigen Insel Grimsey. Dort spaziert er umher, genießt die Stille, betrachtet die Landschaft und knipst mit seiner Analogkamera Fotos von allem, was ihm interessant scheint. Dazu gehören eine Skulptur auf dem Friedhof, ein Junge, der in einer Pfütze spielt, ein Leuchtturm, Hunderte sterbender Fliegen in einer leerstehenden Kirche, ein Stahlkutter und die toten Möwen, die überall auf der Insel herumliegen. Jedes Motiv regt den Flaneur an zu Reflexionen oder erinnert ihn an Szenen seiner Kindheit. So schweift er nicht nur auf der Insel umher, sondern auch in seiner Gedankenwelt.

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Meine Insellektüre – Der Esoterikheini und seine Kokosnuss

kracht Imperium

Christian Krachts Roman „Imperium“ dockt an einer realen Figur an und erzählt in einem flotten Stil mit viel Ironie eine irrsinnige Aussteigergeschichte aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts, die mich während meiner ersten Tage auf Sylt bestens unterhalten und des Öfteren zum Lachen gebracht hat – als Satire auf einen abgedrehten Insulaner und übersteigerten Idealismus die ideale Insellektüre.

August Engelhardt hat die Nase voll, vom Deutschen Reich, der Moderne, der Zivilisation und jenen, die das alles in die Welt gesetzt haben – den Menschen. Also nichts wie weg aus dem gar nicht so guten alten Europa und ab in die Südsee, genauer gesagt: nach Neupommern, dem heutigen Neubritannien, das Anfang des 20. Jahrhunderts als Kolonie dem Deutschen Reich angehörte. Und in eben jene Zeit hat Christian Kracht die Handlung seines Romans „Imperium“ verlegt – wobei Zeitraum sowie Handlungsschauplatz im Prinzip vorgegeben waren, da Krachts Protagonist ein reales Vorbild gleichen Namens hat.

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Textur – Banker am Werk

Banker

Manchmal bietet es sich an, einfach nur stundenlang auf seiner Terrasse zu sitzen und dem Meer dabei zuzuschauen, wie es eine famose Idee nach der anderen an Land spült;

diese gilt es anschließend allesamt am Strand während eines Spaziergangs behutsam einzusammeln (Vorsicht: nicht drauftreten!) und später dann – mit einem stimulierenden Getränk seiner Wahl zur Hand (Empfehlung des Hauses: eine Tasse Earl Grey) – am Schreibtisch sitzend auf die leeren Blätter seines Notizbuches zu streuen, mit sanften Streichbewegungen zu verteilen und neu anzuordnen, hier und da abzurunden oder etwas aufzupumpen (aber nie zu viel, damit ja nicht eine mit lautem Knall platzt);

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Selbstbildnis mit Schafen

Deich mit Schafen

Abendspaziergang aufm Deiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiich.

Wasser zur Linken, Wasser zur Rechten. Dazwischen der Deich mit grasenden Schafen auf den Deichschultern & ihren Hinterlassenschaften auf der Deichkrone.

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Lesestoff aus dem Automaten

Lesestoffautomat

Direkt neben meiner (temporär) neuen Haustür: Für einen läppischen Euro kann man sich feinsten Stoff direkt aus dem Automaten ziehen (Clemens J. Setz, Ann Cotten, Johnny Haeusler, Tanja Dückers …). Wo sonst gibt es gute Drogen öffentlich & legal so günstig?

#syltschnipsel1

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