Schlagwort-Archive: Tod

tod.tschick.herrndorf

Zum vierjährigen Todestag von Wolfgang Herrndorf erinnere ich am 25. 8. mit Vortrag & Lesung im Bremer Kukoon an den Maler & Schriftsteller, der vor allem durch seinen Jugendroman „Tschick“ zum Kultautor geworden ist.

Als Herrndorf 2010 mit „Tschick“ der Durchbruch als Schriftsteller gelingt, leidet er bereits unter einem Gehirntumor. Er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat, und stürzt sich in die Arbeit. Neben „Tschick“ vollendet er innerhalb weniger Monate den Agententhriller „Sand“ und arbeitet an einer Fortsetzung zu „Tschick“, die 2014 (als unvollendeter Roman) unter dem Titel „Bilder deiner großen Liebe“ erscheint.

Weiterlesen

2 Kommentare

Eingeordnet unter Bremen, Veranstaltungen

Cohen

cohen

All die Abende mit seinen Platten bei Rotwein & Kerzenschein, kein melancholisches Mix-Tape kam ohne ihn aus und kein Gespräch über famose Songtexte – angesichts der Weltlage vielleicht nicht der schlechteste Zeitpunkt, um sich aus dem Staub zu machen. Wünsche ihm eine gute Zeit in der Ewigkeit …

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Blog

Das Leben ist kein Film

ABaum-sw

Antonia Baum schreibt gegen den drohenden Tod ihres Vaters an

Du bist ein Vampir am Bett deines Vaters.“ Mit dieser Selbstanklage konfrontiert sich die Autorin Antonia Baum, nachdem ihr Vater mit dem Motorrad verunglückt ist und sie darüber zu schreiben beginnt. Die Schriftstellerin bangt um ihren schwerverletzten Vater und verarbeitet den Unfall auf eine für sie naheliegende Art: schreibend. Doch wenn eine Autorin zu schreiben beginnt, dann stellt sich – selbst wenn es sich vordergründig um ein therapeutisches Schreiben handeln mag – irgendwann die Frage, ob aus dem Text nicht auch ein Buch werden könnte. Wenn sie aber aus ihrer Familientragödie kreatives Kapital schlägt, ist sie dann nicht eine Art Blutsaugerin, die sich vom Leid der anderen nährt?

Weiterlesen

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Rezensionen - Bücher 2016

Sterben oder lieben?

Walser

In Martin Walsers neuem Roman „Ein sterbender Mann“ sehnt sich ein gescheiterter Unternehmer nach dem Tod und stürzt sich in die Liebe

Dass ihn die eigene Endlichkeit tiefgreifend beschäftigt, hat Martin Walser kürzlich in einem Interview eingestanden, in dem sich der 88-jährige Autor für die Sterbehilfe ausgesprochen hat. Es sei unwürdig, so Walser, „das Sterben der Naturgemeinheit zu überlassen, wenn Medizin und Technik es doch menschenmöglich machen könnten“. Jeder solle selbst „die bestmögliche Art zu sterben wählen“.

Auch die Hauptfigur seines zu Jahresbeginn erschienenen Romans „Ein sterbender Mann“ will selbstbestimmt sterben. Theo Schadt, ein bis dato erfolgreicher Geschäftsmann ist im Alter von 72 Jahren als Unternehmer ruiniert, da ihm ein höchst riskantes Projekt missglückt ist. Doch weniger die Insolvenz seiner Firma trifft Schadt, sondern vielmehr, wie sie zustande gekommen ist: Sein bester Freund, der Dichter Carlos Kroll, hat ihn an seinen ärgsten Konkurrenten verraten.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Rezensionen - Bücher 2016

Wort der Woche

fernrohr

 

 

Bowie

 

 

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Wort der Woche

Das Glück des Todes

Steuererklärungen scheinen unter Literaten ein großes Thema zu sein. Der Philosoph, Literaturwissenschaftler & Kulturkritiker George Steiner im Interview mit der ZEIT auf die Frage, woran er denke, wenn er an seinen eigenen Tod denke:

„Dass ich dann keine Einkommensteuererklärung mehr machen muss.“

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Blog

Tod & Steuern

„Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber eine panische Angst vor der Steuererklärung.“

Wolfgang Herrndorf, bereits im Bewusstsein, dass er nicht mehr lange zu leben habe.

In meinem Bewusstsein:

1) die Tatsache, dass mit dem 31. Mai die Steuererklärungsdeadline näherrückt

2) die Erkenntnis, dass auf meiner To-do-Liste die Steuererklärung täglich übersehen wird

3) viel Sympathie für Herrndorfs Angst

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Blog