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Elements of Lehmann

Ein Sven-Regener-Abend mit Texten & Songs des Autors

23. November 2017 um 19.30 Uhr

im Kukoon (Bremen-Neustadt)

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Bahnhofs-Beat-Master

Am Hauptbahnhof steige ich aus der Linie 4 und ströme mit den anderen Fahrgästen im Stechschritt über den Vorplatz Richtung Bahnhofshalle, während von irgendwoher Techno-Mucke mit heftigen Wumms über den Platz schallt; die Musikquelle kann ich nirgends entdecken, also halte ich ein paar Meter vor dem Haupteingang inne, lasse meinen Blick schweifen und entdecke einen Typen, der ganz allein auf dem Rasenstreifen vor dem Überseemuseum steht und sich die Morgensonne ins Gesicht scheinen lässt, während die bierkastengroße Verstärkerbox, die er sich auf seinen Rücken geschnallt hat, den Bahnhofsplatz mit Beats versorgt.

 

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Cohen

cohen

All die Abende mit seinen Platten bei Rotwein & Kerzenschein, kein melancholisches Mix-Tape kam ohne ihn aus und kein Gespräch über famose Songtexte – angesichts der Weltlage vielleicht nicht der schlechteste Zeitpunkt, um sich aus dem Staub zu machen. Wünsche ihm eine gute Zeit in der Ewigkeit …

 

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Wort der Woche

fernrohr

 

 

Bowie

 

 

 

 

 

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19 – O du lieber Augustin

bobs lobster 

Soeben wurde der kleine Weihnachtsmarkt – der eigentlich kein Weihnachtsmarkt ist, sondern (laut Flyer) „eine feine Alternative“ zum Weihnachtsmarkt – auch vom Beamten des Gesundheitsamtes abgenickt, der seinen Aktenordner auf dem Tresen der am Markt gelegenen Bar aufgeschlagen hat und noch ein paar Formulare abzeichnet, bevor er alles wieder einpackt und sich mit einem Händedruck vom Betreiber der Bar verabschiedet.

Aus der Bar heraus hat man einen perfekten Blick auf den Platz mit den zwei Jurten und der Handvoll Holzbuden, die zusammen die feine Alternative bilden. Draußen tummeln sich nur wenige Leute – vier Mütter mit ihren kleinen, dick eingepackten Kindern, ein halbes Dutzend Glühweintrinker. Es ist zwar schon dunkel, aber noch Nachmittag, der Markt hat vor einer knappen Stunde geöffnet, doch gleich erst geht es so richtig los. Mit Open Stage und einem Konzert, das bestimmt schön werde, meint die Frau, die mir meinen Kaffee reicht. Was das für eine Band sei, die da später spiele, frage ich. Das wisse sie gar nicht so genau, aber es werde bestimmt gut, keine der Bands der letzten Tage habe bisher enttäuscht, es sei immer schön gewesen, sagt sie und lächelt auf eine Art, die es mir unmöglich macht, ihr nicht zu glauben.

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12 – Champagner-Revoluzzer

playlist3

DMD KIU LIDT

Letztendlich hab ich meine Koffer gepackt
Hab ein Ticket gelöst und bin weit gefahrn
Ich habe aufgeschrieben was ich lang vergessen hab
Auf der Suche nach ein paar verlorenen Jahren
Unterm Strich war ich nicht öfter oben als unten
Aber ja, ich war nie mittendrin
Ich bin ausgezogen in Sachen Liebe und Hass
Ich kann nicht sagen, dass ich wieder gut heimgekommen binAnd now there is nothing where I used to sing
But DMD KIU LIDTWas da jetzt kommt wird mich nicht mehr verlassen
Das weiß ich, und ich weiß noch viel mehr
Oh, ich hab verprasst was es gab zu verprassen
Die Tage die kommen werden lang sein und leer
Oh, ich werd erst mal meine Tür fest verriegeln
Und die Fenster am besten gleich auch
Und dann werd ich mich schrecklich lang niederlegen
Ich spür schon was Kaltes, einen eisigen Hauch

I’m afraid this is nothing but your dirty trick
You know DMD KIU LIDT

Vielleicht schau ich mal rüber zur Grand Dame gegenüber
Vielleicht kommt manchmal Hanky vorbei
Ich werd sagen: »Hanky, wie geht’s der Welt da draußen?«
Und Hanky wird lügen, wird sagen: »Alles ok.«
Wenn’s dunkel ist werd ich dann meine Boots rausholen
Und selbst schaun was da draußen so geht
Ich werd schnell merken sie haben uns mehr als die Straße gestohlen
Und das sagt da jemand der on the road klebt

This is no adventure not even a trick
This is DMD KIU LIDT

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5 – Überdosis

playlist3

Melancholie

Wo immer ich auch bin – Du bist bei mir
Du stehst da so selbstverliebt und arrogant und
grinst mich an
Voller Genugtuung streust du eine Handvoll
Zweifel in mein kleines Glück
Ach bitte nimm sie zurück,
Melancholie,
nimm sie zurück

Was hast du der Menschheit jemals Gutes gebracht?
Außer Musik und Kunst und billigen Gedichten?
Hast du darüber schon mal nachgedacht?
Ach, so klappt das nie,
Melancholie,
so klappt das nie

Ich mein, du weißt ja,
eigentlich mag ich dich
sehr gerne
Wenn du doch nur ab
und zu mal deine Fresse halten würdest
Aber du zerredest mich solang,
bis ich nicht mehr weiß,
wo ich bin und was ich will
Komm sei endlich still,
Melancholie,
sei endlich still

Was hast du der Menschheit jemals Gutes gebracht?
Außer Musik und Kunst und billigen Gedichten?
Hast du darüber schon mal nachgedacht?
Ach, fick dich ins Knie,
Melancholie,
Du kriegst mich nie klein
Fick dich ins Knie,
Melancholie,
Du kriegst mich nie klein

(Gisbert zu Knyphausen: Melancholie „Hurra! Hurra! So nicht.“ – 2010)

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