Archiv der Kategorie: Blog

Urlaubsstillleben in Zeitlupe

In der Morgensonne auf einem Korbstuhl am See sitzen und zum Butterkipferl einen Milchkaffee schlürfen, während die Spatzen auf Krümel hoffend zwischen den Stuhlbeinen herumhopsen und südostasiatisch anmutende Touristinnen auf der Seepromenade mit ihren Smartphones Selfies von sich knipsen.

 

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Softeis-Visionen

 

Ein bulliger, knapp vierzigjähriger Typ in Bluejeans, grau-blauem Pulli und mit blondiertem Bürstenhaarschnitt baut in der Morgensonne mit routinierten Handgriffen seinen Softeis-Stand an der Kreuzlinger Seepromenade auf, während weit darüber, am wolkenlos blauen Himmel, ein weißer Zeppelin schwebt – mit einem in grünen Großbuchstaben leuchtenden Werbeslogan auf seiner linken Flanke:

VISIONEN LEBEN!

 

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Betrinktempo

 

„Das Leben ist kurz; wer sich betrinken will, hat keine Zeit zu verlieren.“

[Arno Schmidt: Kühe in Halbtrauer]

 

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Laloire schlägt auf

Olga Grjasnowa – 15. Juni 2017 um 18 Uhr

Stadtbibliothek Bremen (Krimibibliothek)

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Bin ein Schreiberling

Einer der Höhepunkte auf der Buchmesse: Peter Wawerzinek in Aktion – lesend, labernd, gestikulierend. Ein goldiges Original, gefüllt mit Witz, Verve und Poesie. „Bin ein Schreiberling“ – so der programmatische Titel seines neuen Buchs. Und was für einer!

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Nein danke, ich lese nicht

Schönster Satz, direkt nach der Ankunft in Leipzig – vor dem Bahnhof, wo eine Studentin kostenlos Bücher verteilt, antwortet ein Mann auf das Angebot: „Nein danke, ich lese nicht!“

Klare Ansage und ein feiner Auftakt zur Buchmesse. Erinnere mich, dass Clemens Meyer bei einer Lesung genau so eine Szene geschildert hat, als er über Leipzig geredet hat. Da kam gleich Vorfreude auf.

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Leipziger Literaturüberdosis

Bücher. Bücher. Bücher. Vermutlich viel zu viele. Und ohne Ende Menschen, die schreiben, lesen, vorlesen, blättern, rumstehen, zuhören, Kuchen essen, Fragen stellen, Kostüme tragen, einem auf die Füße treten, Werbung machen, konsumieren, dumm aus der Wäsche gucken, Zeitungen und Bücher verschenken oder einfach nur in Leipzig auf der Buchmesse sind – warum auch immer …

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Wort der Woche

fernrohr

 

 

Frühlingserwachen

 

 

 

 

 

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Lehmanns Lebensinhalt

herr-lehmann

„Moment mal“, sagte Herr Lehmann. „Was soll das heißen, Lebensinhalt? Lebensinhalt ist doch ein total schwachsinniger Begriff. Was willst du damit sagen, Lebensinhalt? Was ist der Inhalt eines Lebens? Ist das Leben ein Glas oder eine Flasche oder ein Eimer, irgendein Behälter, in den man was hineinfüllt, etwas hineinfüllen muß sogar, denn irgendwie scheint sich ja die ganze Welt einig zu sein, daß man so etwas wie einen Lebensinhalt unbedingt braucht. Ist das Leben so? Nur ein Behältnis für was anderes? Ein Faß vielleicht? Oder eine Kotztüte?“

Sven Regener, Herr Lehmann

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Cohen

cohen

All die Abende mit seinen Platten bei Rotwein & Kerzenschein, kein melancholisches Mix-Tape kam ohne ihn aus und kein Gespräch über famose Songtexte – angesichts der Weltlage vielleicht nicht der schlechteste Zeitpunkt, um sich aus dem Staub zu machen. Wünsche ihm eine gute Zeit in der Ewigkeit …

 

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