Erste Fischbrötchen getestet:
– Matjesbrötchen vom Rantumer Hafenkiosk: schmeckt gut.
– Lachsforellenbrötchen von Gosch in Westerland: ist okay.
– Aalbrötchen vom Hafenkiosk in Rantum: äußerst lecker.
Zwischenfazit:
Erste Fischbrötchen getestet:
– Matjesbrötchen vom Rantumer Hafenkiosk: schmeckt gut.
– Lachsforellenbrötchen von Gosch in Westerland: ist okay.
– Aalbrötchen vom Hafenkiosk in Rantum: äußerst lecker.
Zwischenfazit:
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Christian Krachts Roman „Imperium“ dockt an einer realen Figur an und erzählt in einem flotten Stil mit viel Ironie eine irrsinnige Aussteigergeschichte aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts, die mich während meiner ersten Tage auf Sylt bestens unterhalten und des Öfteren zum Lachen gebracht hat – als Satire auf einen abgedrehten Insulaner und übersteigerten Idealismus die ideale Insellektüre.
August Engelhardt hat die Nase voll, vom Deutschen Reich, der Moderne, der Zivilisation und jenen, die das alles in die Welt gesetzt haben – den Menschen. Also nichts wie weg aus dem gar nicht so guten alten Europa und ab in die Südsee, genauer gesagt: nach Neupommern, dem heutigen Neubritannien, das Anfang des 20. Jahrhunderts als Kolonie dem Deutschen Reich angehörte. Und in eben jene Zeit hat Christian Kracht die Handlung seines Romans „Imperium“ verlegt – wobei Zeitraum sowie Handlungsschauplatz im Prinzip vorgegeben waren, da Krachts Protagonist ein reales Vorbild gleichen Namens hat.
Eingeordnet unter ältere Bücher, Syltschnipsel
Manchmal bietet es sich an, einfach nur stundenlang auf seiner Terrasse zu sitzen und dem Meer dabei zuzuschauen, wie es eine famose Idee nach der anderen an Land spült;
diese gilt es anschließend allesamt am Strand während eines Spaziergangs behutsam einzusammeln (Vorsicht: nicht drauftreten!) und später dann – mit einem stimulierenden Getränk seiner Wahl zur Hand (Empfehlung des Hauses: eine Tasse Earl Grey) – am Schreibtisch sitzend auf die leeren Blätter seines Notizbuches zu streuen, mit sanften Streichbewegungen zu verteilen und neu anzuordnen, hier und da abzurunden oder etwas aufzupumpen (aber nie zu viel, damit ja nicht eine mit lautem Knall platzt);
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Abendspaziergang aufm Deiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiich.
Wasser zur Linken, Wasser zur Rechten. Dazwischen der Deich mit grasenden Schafen auf den Deichschultern & ihren Hinterlassenschaften auf der Deichkrone.
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…
Ankunft in Westerland.
Am Bahnsteig steht der Fahrer bereit, der allerdings nicht nur auf mich gewartet hat, sondern auch noch auf eine Dame, die sich mir als Gitte vorstellt und abends im Meerkabarett auftreten wird.
Gitte wird am Hotel abgesetzt, wir fahren weiter, und erst jetzt erfahre ich, welche Gitte das ist:
„Das ist die Gitte Haenning“.
Gitte Haenning?
Plopp – da springt ein Song aus dem Erinnerungskasten und dudelt munter vor sich hin.
Gitte Haenning! Wenn ich das meiner Mutter erzähle.
…
#syltschnipsel2
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Direkt neben meiner (temporär) neuen Haustür: Für einen läppischen Euro kann man sich feinsten Stoff direkt aus dem Automaten ziehen (Clemens J. Setz, Ann Cotten, Johnny Haeusler, Tanja Dückers …). Wo sonst gibt es gute Drogen öffentlich & legal so günstig?
#syltschnipsel1
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Wenn man mit von sich selbst nicht gekannter Überpünktlichkeit mit dem Reisekoffer in der Hand in die Bahnhofshalle spaziert, entspannt Richtung Gleis 9 schlendern will, noch einen Blick auf die große, alle anstehenden Zugverbindungen auflistende Anzeigetafel wirft, ins Stocken gerät … den eingeblendeten Lauftext ein drittes Mal liest, um sicher zu gehen, dass man sich nicht verlesen hat und die angekündigten 40 Minuten Verspätung auch tatsächlich für den Intercity-Express gelten, dem man eben noch so frohgemut entgegengeeilt war; wenn man dann eine 180°-Drehung vollzieht, zum Informationsschalter der Deutschen Bahn geht, sich an die kürzere der beiden Schlangen stellt, dort im Stillstand verharrt, während die andere Schlange im Schnelldurchlauf abgefertigt wird; wenn man irgendwann die Seite wechselt, dort tatsächlich (entgegen der eigenen Erwartung) rasch zum Schalterbeamten gelangt, der einem einen neuen Verbindungsmix zusammenstellt, den aktualisierten Reiseplan ausdruckt und zudem den Fahrschein mit einem Stempel und seiner Unterschrift autorisiert; wenn man den neuen Plan studiert, auf die Uhr schaut und feststellt, dass man jetzt immer noch ein halbes Stündchen hat und dass das genügend Zeit ist, um sich beim ersten Kaffee des Tages an einem Neustart zu versuchen; und wenn man dann in einem italienisch anmutenden Café auf einem Barhocker sitzt, ein Stückchen vom Croissant in den Cappuccino tunkt, in den Mund schiebt und dort langsam auf der Zunge zergehen lässt, während hinter der Glasscheibe die Reisenden vorüberhetzen …
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