Archiv der Kategorie: Blog

Bankgeheimnis

Schneebank

Selbstporträt in Schwarz 

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Grau

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Wort der Woche

fernrohr

 

 

Schneegestöber

 

 

 

 

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Versteckter Kettenflug

Karussell

Ein Mädchen in einer neongelben Jacke, das ganz allein in einem kleinen Kettenkarussell vor dem Hauptbahnhof sitzt und immer genau dann sein Gesicht in der Kapuze versteckt, wenn es an seinen Eltern vorbeifliegt, die jeweils mit einem Smartphone in der Hand fotografierbereit dastehen und jedes Mal rufen: Jessica, jetzt guck doch mal!

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Wort der Woche

fernrohr

 

 

Wohlfühlkollektiv

 

 

 

 

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24 – Urban Santa Claus

W-Paradies

Heiligabend. Am Nachmittag als Weihnachtsmann im Einsatz. Nach meiner ersten Station im Stephani-Viertel habe ich keine Lust, mich noch einmal umzuziehen und entscheide mich dafür, zur nächsten Station in voller Montur aufzubrechen (schwarze Hose und Stiefel, weißer Bart, rot-weiße Mütze, weiße Handschuhe und roter Mantel mit Kapuze – darunter eine Winterjacke und ein mit Watte gefüllter Jutebeutel als Weihnachtsmannwampe).

Den Weihnachtssack – in dem keine Geschenke, sondern meine Zivilklamotten stecken (für die Geschenke gibt es noch einen zweiten Sack) – klemme ich auf den Gepäckträger, dann steige ich auf mein Rad und trete in die Pedale, möglichst ohne dass sich der Mantelsaum zwischen Kettenblatt und Kette verfängt. Nach ein paar Metern kommt mir eine dreiköpfige Familie zu Fuß entgegen. Der vielleicht sechs- oder siebenjährige Junge bleibt abrupt stehen, als er mich sieht, und starrt mich mit offenem Mund an. Ich winke ihm zu, rufe (wie man das vom Weihnachtsmann erwartet) „Ho, ho, ho. Frohe Weihnachten!“ und klingel dazu mit der Fahrradklingel (meine Glocke habe ich in der Manteltasche). Als ich an den Dreien vorbei bin, höre ich hinter mir noch die Stimme des Jungen: „Papa, warum fährt der Weihnachtsmann mit dem Fahrrad?“

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23 – Der schwitzende Weihnachtsnikolaus

Winterkleineweser2

Meine schönste Weihnachtsmann-Erinnerung, die eigentlich eine Nikolaus-Erinnerung ist, stammt aus meinen Studententagen, als ich jedes Jahr in der Weihnachtszeit als Weihnachtsmann gejobbt habe, und manchmal eben auch als Nikolaus – allerdings im identischen Weihnachtsmannkostüm, was mich damals wohl selbst ein wenig verwirrt hat. Jedenfalls war ich an jenem Nikolausabend von einer Gruppe Mütter gebucht worden, die sich regelmäßig trafen, um gemeinsam mit ihren 4 – 6-jährigen Kindern schwimmen zu gehen. Dieses Mal waren sie jedoch nicht zum Schwimmen zusammengekommen, sondern um den Nikolaus zu empfangen, der dummerweise nach dem Öffnen der Haustür zwar gutgelaunt mit seinem Glöckchen bimmelte, allerdings als Erstes voller Inbrunst mit tiefer Stimme die Versammelten mit folgendem Satz begrüßte: Ho, ho, ho, hier kommt der Weihnachtsmann … äh Nikolaus.

Kritische Blicke der Mütter (was haben wir denn da für eine Gurke gebucht). Kein idealer Auftakt, aber die Kinder schienen nichts gemerkt zu haben, sondern starrten mit aufgerissenen Augen auf den dicken, weißbärtigen Mann im roten Mantel oder liefen panisch zurück ins Haus, versammelten sich jedoch alle kurz darauf – manche fröhlich, andere ehrfürchtig distanziert – nach und nach um den Mann, der also der Nikolaus sein sollte und nun auf einem IKEA-Klappstuhl vor ihnen saß und unter seinem Mantel die üppig gepolsterten Klamotten vollschwitzte (was die Kinder natürlich nicht bemerkten).

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22 – Durchschnittsverhaltens-abweichungen

Weihnachtsmützchen

Dass Weihnachten näher rückt, erkennt man daran, dass in der Innenstadt immer mehr Menschen unterwegs sind, die glitzernde Heiligenscheine, lichterkettenartig blinkende Rentiergeweihe oder eierbechergroße Miniaturweihnachtsmützchen auf ihrem Kopf tragen.

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21 – Wort der Woche

fernrohr

 

 

Pustekuchen

 

 

 

 

 

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19 – O du lieber Augustin

bobs lobster 

Soeben wurde der kleine Weihnachtsmarkt – der eigentlich kein Weihnachtsmarkt ist, sondern (laut Flyer) „eine feine Alternative“ zum Weihnachtsmarkt – auch vom Beamten des Gesundheitsamtes abgenickt, der seinen Aktenordner auf dem Tresen der am Markt gelegenen Bar aufgeschlagen hat und noch ein paar Formulare abzeichnet, bevor er alles wieder einpackt und sich mit einem Händedruck vom Betreiber der Bar verabschiedet.

Aus der Bar heraus hat man einen perfekten Blick auf den Platz mit den zwei Jurten und der Handvoll Holzbuden, die zusammen die feine Alternative bilden. Draußen tummeln sich nur wenige Leute – vier Mütter mit ihren kleinen, dick eingepackten Kindern, ein halbes Dutzend Glühweintrinker. Es ist zwar schon dunkel, aber noch Nachmittag, der Markt hat vor einer knappen Stunde geöffnet, doch gleich erst geht es so richtig los. Mit Open Stage und einem Konzert, das bestimmt schön werde, meint die Frau, die mir meinen Kaffee reicht. Was das für eine Band sei, die da später spiele, frage ich. Das wisse sie gar nicht so genau, aber es werde bestimmt gut, keine der Bands der letzten Tage habe bisher enttäuscht, es sei immer schön gewesen, sagt sie und lächelt auf eine Art, die es mir unmöglich macht, ihr nicht zu glauben.

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17 – Tarantino-Twist

beatlessimpson

Let´s twist again‹ röhrte Chubby Checker 1961 auf dem Höhepunkt der Twist-Bewegung. Ein Jahr zuvor hatte Checker Arme, Becken und Zehenspitzen drehend mit ›The Twist‹ einen Hit gelandet und mit rhythmischer Musik und Körperverdrehung eine Twist-Welle ausgelöst; denn die Jugend der Sechziger ließ sich nicht lange bitten, sondern drehte sich in den Tanzhallen mit. Selbst ins Land der Krauts schwappte der Twist, wo er auch gleich eingedeutscht wurde (von Caterina Valente im Westen und von Manfred Krug im Osten).

Die Jugend ließ beim Twist im 4/4tel-Takt die Becken kreisen, und die Erwachsenen schüttelten dazu die Köpfe, denn trotz des fehlenden Körperkontakts der Tanzenden, glaubten die dauergewellten Damen und frisch gescheitelten Herren im Twist eine gewisse Ähnlichkeit zu jenen Bewegungen zu erspähen, die sie sich selbst nur hinter verschlossener Schlafzimmertür im Ehebett erlaubten, nachdem die Hornbrille auf dem Nachtschränkchen zur Seite gelegt worden war.

Checker und der Twist wurden Mitte der Sechziger von den Beatles überrollt. Erst in den 1990ern löste Tarantinos ›Pulp Fiction‹ ein Twist-Revival aus: Die Kinogänger wollten wie Uma Thurman und John Travolta stylish bar- oder sockfuß über die Tanzflächen dieser Welt twistern, so wie es die beiden Filmstars zu Chuck Berrys ›You never can tell‹ vorgeturnt hatten. Eine Kultszene, der wir die Arterhaltung hüftschwingender Zehenspitzentänzer verdanken; und eine Szene, die in knapp zwei Minuten alle elementaren Grundlagen des Twist-Tanzes vermittelt – der je nach Bedarf vor oder hinter verschlossenen Schlafzimmertüren getanzt werden darf.

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