Archiv der Kategorie: Blog

DSDSS

römisches Hundepaar

 

Das Musikmachen dient dem Menschen als Ausdrucksmittel für seine tiefsten Gefühle: Freude, Liebe, Lust, Melancholie, Kummer, Trauer, Gram, Groll oder Zorn verwandeln sich in Töne, Akkorde, Melodien, Rhythmen, Verse, Refrains, Lieder. Musik kehrt das Innerste des Menschen nach außen.

Das gilt auch für Nazis! Statt mit ihren Kameraden für jedermann sichtbar durch die Straßen zu marschieren, um im Gleichtakt bizarre Parolen zu blöken oder mit Schlagringen auf vorbeihuschende Passanten einzudreschen, versuchen ungeliebte Burschen ohne Frisuren, ihren Hass auf alles, was anders ist als sie, in – na ja – „Musik“ umzuwandeln. Sie malträtieren unschuldige Gitarren, Trommeln und Mikrofone, drehen die Verstärker bis zum Äußersten auf und grölen ihre sonderbar anmutenden Wortketten in eine Welt hinaus, die nicht nett zu ihnen war und nun eines Besseren belehrt werden soll.

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Playlist

playlist3

 

Das Unglück muss zurückgeschlagen werden

Es ist erschreckend aber wahr
Die Dürftigkeit in die wir Jahr für Jahr
In allen Lebenslagen lebenslänglich sozusagen
Eingeschlossen sind

Wird mehr und mehr und mehr und mehr
Wird mehr und mehr und mehr und mehr
Uns unerträglicher

Selbst wenn wir beisammensitzen
In unserem Lieblingsbrauereilokal
Dann sollten wir wissen
Dass mit jedem Bissen
Den wir wie von Sinnen
Nahezu herunterschlingen
Ehe wir uns versehen
Unser Stolz und unsere Würde verloren gehen
Und die Alltäglichkeit
Die man uns jederzeit
Aus vollen Fässern zapft
Macht uns nicht mehr betrunken sondern vielmehr bewusst
Dass das Unglück überall zurückgeschlagen werden muss

Wird mehr und mehr und mehr und mehr
Wird mehr und mehr und mehr und mehr
Uns unerträglicher

(tocotronic: Das Unglück muss zurückgeschlagen werden, K.O.O.K., 1999)

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blödwichtigtuerischer Büchnerpreisträger

Abfallfüralle

GENAU, genau so wird´s gemacht, so wird gelebt und gearbeitet – in jedem Zustand, an jedem Ort, zu jeder Zeit – und letztlich eben auch schamlos genug, ohne sich zu scheren darum, wie das blödwichtigtuerisch wirken könnte – weil es so nicht gemeint ist und es deshalb auch nicht IST – fertig, aus, Äpfel, Amen.“

(Georg-Büchner-Preisträger 2015 Rainald Goetz, Abfall für alle)

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Wort der Woche

fernrohr

 

 

Zeitverfluggeschwindigkeit

 

 

 

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Syltschnipsel 42 – Sinn des Lebens oder Backfisch mit Bratkartoffeln

Betonzipfel1

Der Wind pfiff & das Meer rauschte, und ich saß in der Abenddämmerung an der Promenade von Wenningstedt im Strandkorb & grübelte über den Sinn des Lebens nach. Und während der Wind pfiff & das Meer rauschte und ich im Strandkorb saß & grübelte, öffnete sich nach einer Weile eine mir bis dahin unbekannte Tür in meinem Kopf, und ich schaute auf das, was hinter dieser Tür bisher verborgen lag – und siehe da: Es war die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum & dem ganzen Rest!

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Syltschnipsel 9 – Westerland am Donnerstagabend

Westerland2

Eine Promenade im Nebel & ein Eckcafé im ersten Stock, das bis kurz vor neun freien Blick auf den Nebel gewährt – dann wird die Heizung runter- & die Beleuchtung aufgedreht.

Eine urige Raucherkneipe mit Einheimischen auf den Hockern & Holzbänken, einem Sparfachkasten an der Wand, einem Werder-Schal über der Theke & einem Bayern-Aufkleber an der Toilettentür.

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Syltschnipsel 8 – Textarbeit mit Möwen

Rantumer Becken

Jenseits meiner Fensterfront dreht ein Schwarm Möwen am Rande des Rantumer Beckens seine Runden über zwei Scheunen, und dabei leuchtet jedes Mal, wenn sie die Linkskurve fliegen, das Weiß ihres Gefieders in der Morgensonne.

Währenddessen drehe ich diesseits der Fensterfront an meinem Schreibtisch Runden über meinem Text. Hier Sätze streichen, da Textteile umstellen, dort Wörter austauschen. Zwischendurch Grüntee, Schwarztee, Ingwertee.

Draußen kreisen die Möwen über den Scheunendächern. Noch eine Runde. Den kompletten Text leise lesen, laut lesen, noch mal lesen. Zur Unterstützung eine Mandarine, zwei Kekse, drei Mandeln.

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Syltschnipsel 7 – Abendshow am Schreibtisch

Rantumer Hinterhof

Die Schmidt Show von der Reeperbahn mit Lilo Wanders live in meinem Hinterhof!

Während ich bei offenen Fenstern am Rechner sitze und schreibe, klingt die Musik von der Meerkabaretthalle zu mir rüber – die einzelnen Songs (momentan Robbie Williams Angels), die Ansage von Lilo, der Applaus & Jubel des Publikums.

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Syltschnipsel 6 – 5 Strandtragödien

Strandhundeverbot

1

Ein Collie hat seinen gelben Gummiball in der Brandung verloren und bellt sein Frauchen verständnislos an.

2

Ein Mädchen rennt euphorisch dem Meer entgegen und jault zwei Minuten später rum, weil es Meerwasser im Stiefel hat.

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Wort der Woche

fernrohr

 

 

Deichverteidigungsmittel

 

 

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