3 – Tage wie dieser

bristolwand

Tage wie dieser

Radiomelodien & 7 Handschläge im Halbschlaf

der Fluch der Radioweckerpausentaste

To-do-Listen-Umstrukturierung beim Zähneputzen

leere Kaffeedose zum Frühstück

Rechnerabsturz am Morgen

Erwartungsmanagement am Vormittag

Pasta mit Pesto zu Mittag (3. Mal in dieser Woche, Stand: Mittwoch)

unplanmäßig verlängerter Powernap auf dem Sofa

Prokrastination mit Matschbirne am Nachmittag

To-do-Listen-Impro beim Instant-Cappuccino (7 % Kaffeegehalt)

E-Mail-Marathon am Abend

Telefonterror & Facebookcheck zum Feierabend

von der To-do-Liste gestrichenes Entspannungsyoga

Abwasch kurz vor Mitternacht

1½ Buchseiten im Bett (vorab festgesetztes Soll: 20)

die im Kopf rotierende To-do-Liste nach dem Lichtausknipsen

Rage Against The Machine hörende Nachbarn weit nach Mitternacht

David-Lynch-Nightmares irgendwann in der Nacht

Festanstellungsträume (38-Stunden-Woche etc.) im Morgengrauen

Radiomelodien

 

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2 – Mini-Meditation im Aldi

kopengraffiti

Auf dem Packtisch im Ausgangsbereich verstaue ich gerade meine Einkäufe im Rucksack, als ein dunkelhaariges, vielleicht sechs oder sieben Jahre altes Mädchen neben mir auf den Tisch klettert, sich dort im Schneidersitz positioniert, ihre Handrücken auf den Knien ablegt, Zeigefinger und Daumen zusammenführt, ihren Rücken durchdrückt und die Augen schließt.

Mit einem Lächeln auf den Lippen sitzt sie so etwa 20-30 Sekunden nahezu bewegungslos einfach nur da, bevor sie ihre Augen wieder öffnet, sich aus ihrer Sitzhaltung löst, vom Tisch hüpft und durch den Ausgang hinaus auf den Parkplatz spaziert, wo sie zwischen den Autos verschwindet.

 

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1 – Die Geburt des Adventskalenders

Brighton-Eichhörnchen

Tagelange Bastelversuche sind gescheitert, alle für den Adventskalender vorgesehenen Süßigkeiten vernascht, die Finger mit Pflastern überklebt, der Mülleimer quillt über vor Wellpappe, Geschenkschleifen, buntem Krepppapier & aufgebrauchten Klebestiften.

Die erste Erkenntnis in der besinnlichen Zeit ist gereift: Basteln ist nicht so mein Ding (wusste ich eigentlich schon nach der Orientierungsstufe – aber doppelte Erkenntnis hält besser).

Hier nun stattdessen der umweltfreundliche & kalorienfreie Gegenentwurf (ganz ohne Metallpapier, Klebstoffe & Schokolade):

ein Blog-Adventskalender!

Ab heute & in den kommenden 23 Tagen – Fotos, Texte & „versteckte“ Türen, die zu anderen Internetseiten, Blogs, Videos, Texten, Comics, Fotos, Songs & vielem mehr führen.

Jeden Tag ein Post mit einem (Link-)Türchen – vom 1.12.-24.12.

In diesem Sinne: Allen eine inspirierende Vorweihnachtszeit!

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Wort der Woche

fernrohr

 

 

Klimagipfel

 

 

 

 

 

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Monolog des Flaneurs

schacht1

Ulrich Schacht blickt beim Insel-Spaziergang zurück

Ein Endfünfziger unternimmt einen Tagesausflug von Reykjavik zu der winzigen Insel Grimsey. Dort spaziert er umher, genießt die Stille, betrachtet die Landschaft und knipst mit seiner Analogkamera Fotos von allem, was ihm interessant scheint. Dazu gehören eine Skulptur auf dem Friedhof, ein Junge, der in einer Pfütze spielt, ein Leuchtturm, Hunderte sterbender Fliegen in einer leerstehenden Kirche, ein Stahlkutter und die toten Möwen, die überall auf der Insel herumliegen. Jedes Motiv regt den Flaneur an zu Reflexionen oder erinnert ihn an Szenen seiner Kindheit. So schweift er nicht nur auf der Insel umher, sondern auch in seiner Gedankenwelt.

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Hochprozentige Weisheiten

Tagebucheinestrinkers

Für diesen Satz hätte ich Karl May geliebt: Winnetou starb, ließ sich jedoch nichts anmerken. Etwas geweint, Brandy durch Strohhalm.

[…]

Nachgedacht über Worte eines Freundes: Die Sonne müsste nachts scheinen, am Tage ist es doch sowieso hell. Wieder geweint. Rum.“

Eugen Egner: Aus dem Tagebuch eines Trinkers

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Wort der Woche

fernrohr

 

 

Bedeutungsdrachen

 

 

 

 

 

 

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Groteske Erzählungen über die Fragilität unserer Welt

Hohler

Ein Junggeselle spaziert in eine Zoohandlung, um sich ein Haustier anzuschaffen. Im Laden entscheidet er sich für ein geheimnisvolles Tier, das zusammengerollt im Käfig liegt. Das undefinierbare Wesen bleibt auch während der ersten Wochen zusammengerollt, offenbart nur nach und nach ein kleines Händchen, seinen Schwanz und einen Huf. Der Mann rätselt, welcher Gattung sein Haustier zugehören könnte und bekommt eines Tages unverhofft Gewissheit, als das Wesen durch einen im Radio übertragenen Gottesdienst aufgeschreckt wird: Zitternd, mit den Fingerchen die Gitterstäbe des Käfigs umklammernd steht er mit aufgerissenen Augen da – der kleine Teufel. Der Mann nimmt seinen neuen Mitbewohner mit stoischer Gelassenheit hin: „Ich hatte nichts dagegen, einen Teufel als Haustier zu haben, und ich nahm mir vor, genau so weiter zu leben wie bisher.“

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Wort der Woche

fernrohr

 

 

Trostbedürftigkeit

 

 

 

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Schrullige Dorfgemeinschaft bei Tschernobyl

Bronsky1

Alina Bronsky erzählt von der Märchenidylle einer Tschernobyl-Heimkehrerin

Vor drei Jahren veröffentlichte der spanische Autor Javier Sebastián seinen Roman „Der Radfahrer von Tschernobyl“, in dem er von einem Atomphysiker erzählt, der sich vor dem weißrussischen Geheimdienst in eine nuklear verseuchte Geisterstadt flüchtet. In dieser sogenannten Todeszone lebt auch die Hauptfigur von Alina Bronskys neuem Kurzroman „Baba Dunjas letzte Liebe“.

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