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Eine mit Brennnesseln überwucherte Sitzbank am Fluss, die als Naturinstallation die Fantasie belebt …
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Eine mit Brennnesseln überwucherte Sitzbank am Fluss, die als Naturinstallation die Fantasie belebt …
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Noch einmal mit dem Zug an allem vorüberrauschen, am Meer, am Deich, an den Schafen, den Möwen, den Reetdachhäusern; danach über den Bahndamm durchs Wattenmeer gen Festland, wo sich alles im Nebel versteckt – vielmehr als die tristen Kleinstadtbahnhöfe lässt sich dort draußen jenseits der schmuddeligen Scheiben nicht erkennen.
In Heide hat man Zeit, sich das Wenige, was sichtbar ist, in Ruhe anzuschauen – die Regionalbahn legt ganz offiziell eine 6-minütige Raucherpause ein.
Bitte benutzen Sie die dafür vorgesehenen Aschenbecher am Bahnsteig!
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I’m afraid this is nothing but your dirty trick
You know DMD KIU LIDT
Vielleicht schau ich mal rüber zur Grand Dame gegenüber
Vielleicht kommt manchmal Hanky vorbei
Ich werd sagen: »Hanky, wie geht’s der Welt da draußen?«
Und Hanky wird lügen, wird sagen: »Alles ok.«
Wenn’s dunkel ist werd ich dann meine Boots rausholen
Und selbst schaun was da draußen so geht
Ich werd schnell merken sie haben uns mehr als die Straße gestohlen
Und das sagt da jemand der on the road klebt
This is no adventure not even a trick
This is DMD KIU LIDT
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Heute auf dem Sofa gesessen, aus dem Fenster geschaut und den Spruch beherzigt, der auf dem Teebeuteletikett meines morgendlichen Green-Balance-Yogi-Tees abgedruckt war: Lass die Dinge zu dir kommen.
Während draußen der Herbstwind die Wolken vor sich hertrieb und mir die Äste der Birken, Kiefern und Robinien aus den Hintergärten hektisch zuwinkten, wartete ich drinnen auf die Dinge, die nicht kommen wollten.
Nach drei Stunden stand ich auf, ging in die Küche, nahm die Schachtel mit den Teebeuteln und strich mit einem schwarzen Edding sorgfältig jeden einzelnen Yogi-Tee-Spruch durch.
Danach durchströmte mich für einen Moment ein Glücksgefühl und ich dachte an die letzte Zeile meines allerersten Gedichts, das ich mit 17 für eine Klassenkameradin geschrieben habe:
Das Leben, was wird´s am Ende bloß ergeben.
PS: Auch allererste Gedichte sollte man mit einem schwarzen Edding sorgfältig durchstreichen!
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Das kleine O, das jemand dem an der Glastür klebenden Schild mit der Aufschrift Raucherlounge geklaut hat.
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„Natalie liebte alles, was weltumspannend war, wie Live-Sendungen, Mondphasen oder die Romane von Stephen King. All die Dinge, die in jedem beliebigen Augenblick von möglichst vielen Menschen wahrgenommen und gemocht wurden.“
Was tun, wenn man merkt, dass man in einer Phase, in der man doch eigentlich überhaupt keine Zeit für rein gar nichts hat, gerade dabei ist, sich in einen 1000-Wälzer zu verlieben?
Drei infrage kommende Reaktionsoptionen
Bitte die richtige Antwort ankreuzen
„Folgen Sie diesem Heißluftballon!“
Der neue Spitzenreiter auf meiner Top Ten der ersten Sätze.
„Natalie verwendete nachts das Internet nur dann, wenn nirgends eine Live-Sendung zu finden war. Das Internet war auch live, aber es fühlte sich gleichzeitig an wie etwas Riesiges, das meistens tief schlief und nur punktweise geweckt werden konnte. Es tat so wenig von allein und wurde mit unvorstellbar riesigen Datenmengen vollgestopft, jeden Tag. Das Internet sprach immer mit vollem Mund.“
[Clemens J. Setz: Die Stunde zwischen Frau und Gitarre]
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Melancholie
Wo immer ich auch bin – Du bist bei mir
Du stehst da so selbstverliebt und arrogant und
grinst mich an
Voller Genugtuung streust du eine Handvoll
Zweifel in mein kleines Glück
Ach bitte nimm sie zurück,
Melancholie,
nimm sie zurück
Was hast du der Menschheit jemals Gutes gebracht?
Außer Musik und Kunst und billigen Gedichten?
Hast du darüber schon mal nachgedacht?
Ach, so klappt das nie,
Melancholie,
so klappt das nie
Ich mein, du weißt ja,
eigentlich mag ich dich
sehr gerne
Wenn du doch nur ab
und zu mal deine Fresse halten würdest
Aber du zerredest mich solang,
bis ich nicht mehr weiß,
wo ich bin und was ich will
Komm sei endlich still,
Melancholie,
sei endlich still
Was hast du der Menschheit jemals Gutes gebracht?
Außer Musik und Kunst und billigen Gedichten?
Hast du darüber schon mal nachgedacht?
Ach, fick dich ins Knie,
Melancholie,
Du kriegst mich nie klein
Fick dich ins Knie,
Melancholie,
Du kriegst mich nie klein
(Gisbert zu Knyphausen: Melancholie – „Hurra! Hurra! So nicht.“ – 2010)
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Tage wie dieser
Radiomelodien & 7 Handschläge im Halbschlaf
der Fluch der Radioweckerpausentaste
To-do-Listen-Umstrukturierung beim Zähneputzen
leere Kaffeedose zum Frühstück
Rechnerabsturz am Morgen
Erwartungsmanagement am Vormittag
Pasta mit Pesto zu Mittag (3. Mal in dieser Woche, Stand: Mittwoch)
unplanmäßig verlängerter Powernap auf dem Sofa
Prokrastination mit Matschbirne am Nachmittag
To-do-Listen-Impro beim Instant-Cappuccino (7 % Kaffeegehalt)
E-Mail-Marathon am Abend
Telefonterror & Facebookcheck zum Feierabend
von der To-do-Liste gestrichenes Entspannungsyoga
Abwasch kurz vor Mitternacht
1½ Buchseiten im Bett (vorab festgesetztes Soll: 20)
die im Kopf rotierende To-do-Liste nach dem Lichtausknipsen
Rage Against The Machine hörende Nachbarn weit nach Mitternacht
David-Lynch-Nightmares irgendwann in der Nacht
Festanstellungsträume (38-Stunden-Woche etc.) im Morgengrauen
Radiomelodien
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